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Need for Speed in der Fashionbranche

Fokussieren Sie sich auf die richtigen Faktoren, um Ihre Vorlaufzeiten zu reduzieren

need for speed

Die Markteinführungszeit hat sich in der heutigen, von einer „See now, buy now“-Mentalität geprägten Fashionbranche zum wichtigsten Gewinntreiber entwickelt. Schon eine Woche Verzögerung kann dazu führen, dass die Chance für einen bestimmten Trend verpasst wird. Kurz gesagt: Schnelligkeit ermöglicht eine bessere Wertschöpfung. Schnelligkeit ist gleich Gewinn. Als Reaktion auf diese Herausforderung haben viele Fashionunternehmen ihre Design- und Produktionszeit verkürzt. Dabei blieben jedoch die Kreativität und Qualität auf der Strecke.

Wie können Fashionunternehmen ihre Markteinführungszeiten verkürzen, ohne Kompromisse eingehen zu müssen? Sie müssen einen unkonventionellen Ansatz verfolgen und sich auf die Produktionsflexibilität konzentrieren, um den Bedürfnissen der Verbraucher näher zu kommen. Lesen Sie unser neuestes Lite Paper „Need for Speed in der Fashionbranche: fokussieren Sie sich auf die richtigen Faktoren, um Ihre Vorlaufzeiten zu reduzieren“, um mehr darüber zu erfahren.

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Schnellere Markteinführung: Ein wichtiger Erfolgsfaktor


Die Kreativitätskrise Der Fashionbranche

Im Oktober 2015 gab der Stardesigner Raf Simons überraschend seine Position als Creative Director des französischen Luxusmodehauses Christian Dior auf und schockierte damit die Fashionwelt. Er erklärt: „Wenn ein einziges Designteam sechs Kollektionen entwerfen muss, bleibt keine Zeit zum Nachdenken.“ „Ich möchte keine Kollektionen entwickeln, die nicht ausreichend durchdacht sind.“1 Kurze Zeit später verließ Alber Elbaz, Creative Director von Lanvin, nach 16 Jahren das Haute Couture-Haus. Er war verzweifelt und frustriert. Er erklärte: „Ich brauche mehr Zeit. Ich glaube, jeder in der Fashionbranche braucht dieser Tage mehr Zeit.“ Der Grund für den Weggang beider Directors war offensichtlich das schnelle Tempo der Fashionbranche. Seitdem hat sich nichts geändert. Es gibt auch 2019 keine Anzeichen dafür, dass sich diese Entwicklung in der Fashionindustrie verlangsamt. Immer noch kämpfen Unternehmen mit der Bewältigung dieses Problems.


Schnelligkeit = Rentabilität

Luxusmarken sind jedoch nicht die einzigen Unternehmen, die Mühe haben, mit namhaften Retailern, wie Gap und J.Crew, Schritt zu halten. Mit dem Aufkommen von Fast-Fashion stagniert der Umsatz von Gap bei 16 Milliarden Dollar, während sich der Umsatz von Zara seit 2006 verdoppelt hat.2 In unserer heutigen verbraucherorientierten Welt ist Schnelligkeit längst nicht mehr nur ein zusätzlicher positiver Aspekt, sondern der entscheidende Faktor für den Erfolg eines Unternehmens. Schon eine Woche Verzögerung kann dazu führen, dass die Chance, einen neuen Trend zu nutzen, verpasst wird. Kurz gesagt: Schnelligkeit ermöglicht eine bessere Wertschöpfung3. Schnelligkeit ist gleich Gewinn. Studien haben gezeigt, dass schon bei der kleinsten Erhöhung der Geschwindigkeit höhere Margen erzielt werden4. Laut einer 5 von McKinsey & Company und Women’s Wear im Jahr 2018 durchgeführten Studie über die 20 besten Fashionunternehmen, hat sich gezeigt, dass diese Unternehmen der Markteinführungszeit Priorität einräumen und ihre Kreationen binnen sechs bis acht Wochen ausliefern6.


Schnelligkeit = Flexibilität

Die meisten Fashionunternehmen haben sich bisher primär auf eine Verkürzung der Designund Produktentwicklungszeiten konzentriert. Dabei blieben jedoch, wie bereits von Raf Simons und Alber Elbaz angesprochen, die Kreativität und Qualität auf der Strecke. In ihrem Bericht „The State of Fashion 2017“ 7 erklären Business of Fashion und McKinsey & Company, dass die Geschwindigkeit des Geschäfts zu zahlreichen Designerwechseln geführt hat, wie bei Balenciaga, Saint Laurent und Brioni. Seitdem steigt die Anzahl angeblicher Plagiate. Viele Unternehmen übersehen, dass eine Verkürzung der Design- und Produktionszeit nur dann von Nutzen ist, wenn auch die neuesten Innovationen genutzt werden, um die Flexibilität der Supply Chain zu erhöhen und schneller auf Veränderungen reagieren zu können. Agilität bringt Schnelligkeit. Folglich ermöglicht Flexibilität erhöhte Wertschöpfung