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Wie CIOs die Digitalisierung der Fashionbranche in die Tat umsetzen können ?

Effektive Digitalisierung: leichter gesagt als getan

How CIOs can make Digitalization a Reality in Fashion

„Digitalisierung“ ist in letzter Zeit zu einem Buzzword in der Branche geworden. Laut dem Bericht „State of Fashion 2019“ von BoF und McKinsey & Company haben bekannte Fashion Executives in der Fashionwelt vier Trends genannt, welche die Branche dominieren werden: Abhängigkeit von mobilen Geräten, Vorrangstellung von Plattformen und Start-up-Denken. Alle beruhen auf Digitalisierung. Als Ergebnis wird die Rolle der CIOs in jedem Fashionunternehmen immer wichtiger, da sie eine größere Verantwortung beim Lenken ihrer Geschäftsführer und Unternehmen in einer IT-zentrierten Konzernvision erhalten. Gartner hat berichtet, dass 47% der Geschäftsführer von der Führungsebene unter Druck gesetzt werden, Fortschritte im Bereich Digitalisierung zu machen, und 56% der Geschäftsführer bereits steigende Einnahmen durch digitale Verbesserungen feststellen konnten.  

Betrachtet man die Fashionbranche, stellt man fest, dass die Digitalisierung tatsächlich bereits begonnen hat. Doch dieses Phänomen erweist sich als zweischneidiges Schwert. Während auf der einen Seite Fashionunternehmen ihre Prozesse dringend digitalisieren und automatisieren müssen, um der Datenflut und den Forderungen nach mehr Transparenz zu entsprechen, müssen CIOs mit einer zunehmenden Anzahl von disparaten IT-Systemen arbeiten, die zu immer mehr organisatorischen Silos führen. Zum Beispiel wird in dem Bericht von Forbes Insights[1] angeführt, dass eine Business-App durchschnittlich neun Betriebssysteme, acht Cloud-Dienste und neun Datenverwaltungssysteme benötigt. CIOs müssen daher bei der Wahl des neuen Systems vorsichtig sein, die Vergangenheit genau unter die Lupe nehmen und sowohl die alten als auch die zukünftigen Systeme überprüfen, um zu garantieren, dass ihre Systeme mit der Industrie 4.0 kompatibel sind.

 

Prüfung der Vergangenheit

2018 stand bereits im Zeichen der Digitalisierung, aber in 2019 dreht sich alles um effektive Digitalisierung. Alle bestehenden Systeme mit Neuen auszutauschen, ist extrem kostspielig. Daher müssen CIOs priorisieren, welche Prozesse automatisiert werden sollen, und gleichzeitig die Kompatibilität zwischen alten und neuen Systemen und Tools sicherstellen. Die Entwicklung eines guten digitalen Rückgrats, das beide Systeme kombinieren kann, ist ein guter Beginn. Viele Fashionunternehmen tun dies bereits mit Hilfe von PLM-Lösungen. Sie müssen den Überblick über ihr Technologie-Portfolio und über die erwartete Lebensdauer jedes Vermögenswerts haben, um gute Investitionsentscheidungen treffen zu können. Laut einer Umfrage von Gartner haben Unternehmen diese Prioritäten üblicherweise im Auge, wenn es um die Investition in neue Technologien geht:

  1. Für die Aufrüstung der IT-Prozesse und -Möglichkeiten
  2. Für das Angebot von Standardprodukten und -Services
  3. Zur Verbesserung der Kundenerfahrung
  4. Zur Gewinnsteigerung

Mit diesen langfristigen Zielen müssen CIOs in der Fashionbranche ein Gleichgewicht zwischen der Zuordnung des Budgets für den Erhalt der bestehenden Systeme und revolutionärer Technologien herstellen. Sie müssen auch die Menge an Zeit, die für die Umschulung des Personals zur Verwendung dieser neuen Systeme benötigt wird, berücksichtigen.

Investition in die Zukunft

Fashion-CIOs müssen auch sicherstellen, dass ihre aktuellen Systeme mit zukünftigen IT-Trends kompatibel sind, um längere Lebenserwartungen zu garantieren. Sie sollten sich auch die folgenden vier Trends zunutze machen, die Digitalisierung unterstützen und für die Fashionbranche am relevantesten sind:

 

Cloud-Technologie

Laut dem Bericht „2019 CIO Agenda“ von Gartner haben über 50% der befragten Unternehmen zumindest eine Funktion in die Cloud verlagert und 20% der ERP-Systeme der Top-Performer werden vollständig von der Cloud betrieben. Die Cloud-Technologie hat zahlreiche Vorteile, wie zum Beispiel operative Flexibilität, unbegrenzte Datenspeicherkapazität und erhöhte Rechenleistung.

 

Big Data

„Big Data“, die entweder von Customer-Touchpoints oder von den eigenen Betrieben und Prozessen jedes Unternehmens erstellt werden, können Fashionunternehmen dabei helfen, wertvolle Einblicke in das Kaufverhalten ihrer Kunden zu erhalten und genau die Produkte herzustellen, die ihre Kunden wünschen.
 

Internet der Dinge (IoT)

In der heutigen Welt schätzen Konsumenten Erfahrungen mehr als alles andere. IoT hat es Fashionunternehmen ermöglicht, Echtzeit-Daten zu erfassen, um die Reaktionsfähigkeit der Supply Chain zu steigern und das Einkauferlebnis zu verbessern, indem eine Kundenfeedbackschleife zur stetigen Verbesserung entwickelt wird.

 

Künstliche Intelligenz

Fashionunternehmen können die Insights, die sie von Kundendaten erhalten, nutzen, um individualisierte Liefererfahrungen über künstliche Intelligenz anzubieten.

Durch die Verbindung zwischen Vergangenheit (z. B. alte Systeme) und Zukunft (z. B. neue Technologien) helfen CIOs in der Fashionbranche ihren Unternehmen dabei, einen Mehrwert aus ihrem IT-Ökosystem zu erhalten.

Um mehr darüber zu erfahren, wie sie dies bewerkstelligen können, lesen Sie bitte unseren E-Leitfaden „Digitalisierung in der Modewelt: Wie können IT-Leiter Trends setzen?“

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